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    June 17, 2010 by lars  
    Filed under Der ganze Rest, Leben, Mobil

    Gelegentlich gibt es mal wieder eine neue App für den BlackBerry und ganz gelegentlich ist die dann auch halbwegs nutzbar.
    Hier handelt es sich dann um ein nettes Programm, mit dem man von unterwegs sein WordPress-Blog verwalten kann. Zumindest im gewissen Umfang.
    Und neue Artikel schreiben geht auch. Wenn auch je nach vorhandener Tastatur mehr oder weniger bequem.
    Immerhin reicht es f?r einen kleinen Test mit kurzem Text. Und die Sonne scheint.

    Mobil gebloggt

    Money makes the world go …

    May 14, 2010 by lars  
    Filed under Der ganze Rest, Leben

    … round? … square? … oder doch eher crazy?

    Oh, was haben wir uns alle gefreut über die beharrliche Unnahbarkeit von Bundeskanzler Merkel in Hinsicht auf Zusagen zur Griechenland-Hilfe. Möglichst nach der Wahl in NRW hätte man das ganze gerne gemacht, um den letzten entscheidenden negativen Kick zu vermeiden. Hat dann ja wohl nicht ganz geklappt, das Wahlvieh Wahlvolk hat es entsprechend gedankt.

    Gut, nicht, dass es sich anders entschieden hätte, wenn Kanzler Merkel sich dazu erst nach der Wahl geäußert hätte, hat sich doch Merkel mit dem Stammtischparolenpolitiker Westerwelle den Sunnyboy schlechthin an die rechte Koalitionsseite geholt. Und der kann, naja, gut reden. Zumindest hat es bei der letzten Bundestagswahl dazu gereicht, eine nicht gerade kleine Menge an Wahlvieh Wählern einzulullen.

    Hat er doch letztendlich nur das gesagt, was alle hören wollten ,und nicht dass, was letztendlich machbar ist. Oder war. Oder sein wird.

    Inzwischen können wir uns von potentiellen und hypothetischen Steuererleichterungen in aller Ruhe verabschieden, ein Abschied, der nicht wirklich zu Herzen geht, ist es doch letztendlich das, was die Wähler eigentlich schon kurz nach der Wahl in einem kurzen Exkurs in die Realität gerochen und geahnt haben.

    Da half auch kein eloquentes Englisch, da half auch kein Verschieben der Entscheidung, Prokastinieren war noch nie eine gute Arbeitsweise in der Politik. Eine durchaus geläufige, das macht sie dann aber doch nicht besser.

    Und so nebenher kam dann der 750 Milliarden-Euroland-Rettungsfond, der wortwörtlich über Nacht entworfen und verabschiedet wurde, ein Fond, der mal kurz dazu dienen soll, angeschlagenen Euroländern günstig Kredite in der Not gewähren zu können.

    Nicht nur die NYT äußert sich dazu eher kritisch. Was passiert mit den Ländern, die unter Zahlungsdruck geraten? Bekommen die da einfach so einen Kredit aus diesem Fond? Ohne Auflagen, Ihre Wirtschaftspolitik doch mal unter die Lupe zu nehmen? Ist das so?

    Hm. Dann haben wir eine Blase mit 750 Milliarden Euro, die sich spontan in den Markt der Euroländer ergießen kann. Geld, yeah, alle bekommen Geld. Und wenn alle Geld haben, dann können wir alle so weitermachen wie bisher, dann können wir uns alles kaufen, was wir wollen, dann können wir die Wirtschaft durch hemmungslosen Konsum ankurbeln, yeah!

    Gut, die Sache mit der Inflation, die kann man ja ruhig mal vergessen. Das mit dem vielen Geld, das hatten wir ja schon mal, da kommen wir schon durch. Da denken wir einfach mal nicht drüber nach, dann klappt das schon.

    Andererseits, wodran misst sich denn der Reichtum eines Volkes? Doch nur an der Armut eines anderen. Und ob die Volksvertreter eines “reichen” Landes wirklich Willens sind, Ihre Wähler davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, auch andere, wenn nicht schon reich, dann doch etwas weniger arm zu machen, das sei einfach mal dahingestellt. Das arme Volk wählt schließlich nicht den Vertreter des reichen Volkes (okay, das mit der deutschen Einheit mal außen vor gelassen).

    Money makes the world go …

    Lebenszeichen

    April 22, 2010 by lars  
    Filed under Der ganze Rest, Leben, Überwachung

    Jahreswechsel haben so das eine und andere an sich. Dinge ändern sich. Dinge bleiben, wie sie sind. Ein stetig voranschreitender Stillstand, rennend gegen den Rückschritt, Evolutionäre Stagnation.

    Viel ist geschehen, viel gab uns die Politik und der Rest des Lebens.

    Daten von Steuerhinterziehern auf einer unrechtmäßig hergestellten DVD wurden zu einem Politikum, Volksvertreter jeglicher Coleur hatten diverse Ansätze, es wurde mit einem Kauf geliebäigelt, es wurde vor einem Kauf abgeraten, da dieser rechtlich nicht vertretbar sei. Was ist draus geworden? Eine Wolke heißer Luft, die sich dann Monate später als dünne Ascheschicht in der Atmosphäre manifestierte und FLuggesellschaften dazu verdonnerten, Flieger am Boden zu lassen. Was tragisch war, hatte doch relativ kurz vorher zumindest eine Gesellschaft vorher dafür gesorgt, dass eben genau das nicht passiert. Zumindest nicht dann, wenn die Piloten es wollen.

    Was ist aus dem Pilotenstreik geworden? Wer weiß es? Wer weiß es? Genau. Nichts wirklich aufregendes, Themen werden in der Presse groß begonnen, schreiende Schlagzeilen über Tage und Wochen, das Ergebnis ist unerheblich, uninteressant.

    Die inzwischen als Holzpresse bekannte Institution der Tages-, Wochen- und Monatszeitungen etabliert ein stetes Bild von angefangenen Themen, reißerisch und mit heißer Nadel gestrickt, sich gegenseitig zuwerfend und rekursiv zitierend ad infinituum. Bis es ein neues, heißes, wichtiges, absatzförderndes Thema gefunden ist. Was geschieht mit den bisherigen Themen, die eigentlich einer Verfolgung bedürfen? Wer weiß es? Wer weiß es? Mit Glück landen sie in den hinteren, unpopulären Seiten der Druckausgabe, mit Pech fallen sie einfach aus dem Kuezzeitgedächtnis der Herausgeber, Reporter, Journalisten, Leser.

    Kurzzeitig gab es ein Strohfeuer in der A-Bloggerszene über einen verreissenden, schlecht recherchierten und verfälschenden Artikel einer großen Zeitung. Wen kümmert es? Wer echauffiert sich ob dieser drei Seiten? Wer weiß es? Wer weiß es? Genau, die A-Bloggerszene. Wenn wir sie so nennen wollen.

    Mit drei Seiten und etwa einer handvoll beispielhaft vorgeführter Blogs einen Blick in die unübersichtliche Wildniss der deutschen Blogs werfen zu wollen kann nicht mehr zu sein als das Kratzen an der Oberfläche eines Kronkorkens einer Flasche unbekannten Inhalts. Die Flasche der Pandora? Oder doch nur eine Flasche mit alter abgestandener Holzbeize die der notwendigen Entsorgung harrt?

    Die bisherige Art und Weise der Vorratsdatenspeicherung wurde vom Bundesverfassungsgericht als dem Grundgesetz widersprechend enttarnt und als rechtlich nicht haltbar verboten. In der bisherigen Art und Weise. Sobald Zugriffssicherungen und weitere erforderliche Mechanismen, die den Ansprüchen der heren Kontrolle entsprechen installiert und intitutionalisiert sind, darf das ganze weiter gehen. Oder von vorne beginnen.Was war also dieses Gerichtsurteil außer eine kleine Aschenwolke am stahlblauen, von Überwachungsdrohnen gesicherten Himmel?

    Und mit einem kurzen Exkurs über einen vermeintlich vergewaltigenden in Untersuchungshaft sitzenden Wetterfrosch schließt sich der große Kreis um einen Hauch von nichts, der Europa allgemein und Deutschland im besonderen einlullt in einen Schlaf der Unwissenden, der nicht-wissen-Wollenden, der informierten Desinformierten.

    Sind wir nicht alle ein wenig Eyjafjallajökull?

    Lebenszeichen

    Heute schon mobil telefoniert?

    December 29, 2009 by lars  
    Filed under Der ganze Rest, Überwachung

    Vielleicht hat ein Technik-begeisterter Nachbar mit entsprechenden Geldmitteln Sie ja schon abgehört?

    Hier bleibt zu erklären, dass ein Großteil der Nutzer wahrscheinlich der Meinung ist, dass Gespräche im Mobilfunknetz entweder gar nicht abgesichert oder verschlüsselt sind sondern als Klartext, so ähnlich wie CB-Funk, durch den Äther schwirren.

    Ein anderer Teil der Nutzer glaubt wahrscheinlich an irgendwelchen technologischen Voodoo, der mit Hilfe von übernatürlichen Mächten und Geistern dafür sorgt, dass ein Gespräch im Mobilfunk genau da landet, wo es soll.

    Aber seien wir ehrlich: Eigentlich interessiert es so gut wie niemanden, ob und wenn ja, wie das ganze verschlüsselt ist. Wir haben ja alle nichts zu verbergen…

    Selbstverständlich gibt es im GSM-Standard eine Verschlüsselung, die dafür sorgt, dass Gespräche nur bei den befugten Personen landen. Also dem Gesprächspartner und gegebenenfalls der einen und anderen staatlichen Organisation.

    Nun ist diese Verschlüsselung nicht mehr die neueste, es kam, wie es kommen musste und die Jungs und Mädels auf dem 26C3 des CCC stellen diese Erkenntnisse nun der Allgemeinheit zur Verfügung.

    Die Grundlegende Information, dass die Entschlüsselung gelang, hat es neben Nationalen auch in die Internationalen Medien geschafft.

    Das komplette Projekt für den Interessierten ist hier zu finden, auch hier natürlich der Hinweis: Solange Du es nicht benutzt, ist es nicht illegal.

    Nun steht dies also im Raum,. bleibt nur noch die Frage, ob und wann die Mobilfunkanbieter nachbessern, nachbessern lassen und wann die Verschlüsselung des UMTS-Standards entschlüsselt ist.

    Grundsätzlicher Hinweis: Ohne einen entsprechend hohen finanziellen Aufwand ist das Abhören eines Mobilfunkgespräches nicht wirklich trivial, Ihr Nachbar wird Sie also kaum abhören. Wahrscheinlich. Noch nicht…

    Heute schon mobil telefoniert?

    Vorweihnachtliche Vernichtungslager und ein Bremer Callcenter

    December 19, 2009 by lars  
    Filed under Der ganze Rest, Leben, Sauerstoff

    Wieder einmal stehen sie dort, aufgereiht, nur darauf wartend verkauft zu werden und hoffend, dass dies noch geschieht und man sich ob des Preises einig werden kann.

    Sollte sich kein Käufer finden, so droht schon vorher das Schicksal, das letztendlich jeden der Gefangenen erwartet: Grausame Qual durch unsägliche Foltermethoden, die letztendlich zur vollständigen Vernichtung führt. Geschreddert, so dass keinerlei Rückschlüsse auf die Opfer bestehen, wird man sie dann in die Gegend streuen oder verbrennen, keinerlei Beweise, keiner wird als Zeuge aussagen.

    … so ein Weihnachtsbaum hat es schon schwer.

    And now for something completely different…

    Wieder einmal gibt es ein mehr oder weniger großes Problem  den Datenschutz betreffend. Diesmal wurde, wie man here, hier und irgendwo hier nachlesen kann, ein Callcenter in Bremen Tatort eines solches Falles.

    Es handelt sich hierbei um die Firma Flyline, eine hundertprozentige Tochter der British Airways, also nicht um einen Outsourcer. Natürlich sagt dies nichts über das Gehalt aus, welches die jeweiligen Mitarbeiter dort bekommen, es kann irgendwo zwischen fünf und fünfzehn Euro liegen. Oder darüber.

    Seit etwa 12 Monaten soll es dort zu diesen, nennen wir es einmal vorsichtig Ungereimtheiten gekommen sein, Kreditkartendaten von Kunden wurden dazu genutzt, solche Karten nachzumachen und damit nicht unerhebliche Schäden zu verursachen.

    Wie konnte es dazu kommen? Relativ einfach. Sobald ein Kunde telefonisch einen FLug per Kreditkarte bezahlt hat, wurden diese Daten anscheinend notiert, unter Umständen kam es auch zu einem Auslesen von Kundendaten. Pikanterweise war eine der besonders hervorgehobenen personellen Konsequenzen ein Teamleiter. Was nun in diesem Callcenter die Position “Teamleiter” aussagt, ist natürlich auch offen. Es handelt sich hierbei ja nicht um eine Stellenbeschreibung, die branchenweit  eideutig ist.

    Unverständlich ist mir, wie man so dumm sein kann, wie man nicht weiter als von der Tapete bis zur Wand denkt, um zu glauben, damit durch zu kommen.

    Jeder Mensch, der in einem Callcenter arbeitet, hat auf die eine und andere Art Zugriff zu Kundendaten, di auf die eine und andere Art und Weise missbraucht werden können. Seien es nun Bankdaten, Kontaktdaten, Nutzungsdaten, auf viele dieser Daten besteht ein Zugriff. Sollte man deshalb die ganze Branche, jeden Mitarbeiter unter Generalverdacht stellen, die Zugriffe auf bestimmte Daten komplett einschränken? Klingt toll und logisch, hat dann nur leider zur Folge, dass a) das Problem an eine andere Stelle verlagert wird und b) der Kunde bei weitem nicht mehr den Service erhalten wird, den er erwartet oder erhofft, sind doch diese Daten teilweise zur Behebung eines Problems, Pardon: einer Herausforderung erforderlich.

    Welche Lösungen gibt es also? Letztendlich und final: Keine absolut sichere. Überall, wo Kundendaten in Berührung mit Mitarbeitern kommen, besteht das Risiko eines Missbrauchs, wie gering dies letztendlich auch immer sein mag. Nur sollte sich jeder, der Kundendaten zu missbräuchlichen Zwecken verwendet, schon darüber im Klaren sein, dass dem einen und anderen Kunden etwas auffallen wird und sich so etwas dann doch sehr schnell und relativ einfach zurückverfolgen lässt.

    Ein Appell an die IntilliIntelleIntiile… den gesunden Menschenverstand sollte reichen.

    Sollte. Müsste. Könnte. Dürfte. Hat es aber nicht…

    Vorweihnachtliche Vernichtungslager und ein Bremer Callcenter